Behauptet wird:

Der tiefe und nicht hörbare Infraschall von Windrädern kann zu Krankheiten wie Bluthochdruck, Depressionen, Diabetes oder Schlafstörungen führen.

Richtig ist:

Durch die gesetzlichen Abstände zwischen Windrädern und Wohnbebauung bleibt der von den Anlagen erzeugte Infraschall deutlich unter der Hör- und Wahrnehmungsschwelle des Menschen. Studien belegen, dass keine gesundheitlichen Belastungen zu befürchten sind.

Wie böiger Wind, die Meeresbrandung oder fahrende Autos erzeugen auch Windenergieanlagen Schall mit sehr niedrigen Frequenzen, sogenannten Infraschall. Dabei handelt es sich um Töne, die mit einer Frequenz von unter 20 Hertz (Hz) so tief sind, dass Menschen sie normalerweise nicht wahrnehmen. Nur bei extrem hohen Pegeln ist Infraschall hör- oder spürbar. Dieser Effekt ist zum Beispiel durch das „Vibrieren“ von Musikboxen bei großer Lautstärke bekannt.

In unmittelbarer Nähe von Windrädern werden nicht ansatzweise gesundheitlich bedenkliche, extreme Schallpegel erreicht.37 Bereits ab 250 Metern Entfernung ist der durch die Rotorblätter erzeugte Infraschall weder hör- noch fühlbar. Dies belegen Langzeitstudien der Landesämter für Umwelt in Bayern38 und Baden-Württemberg. Im Abstand von 700 Metern ist der von einer Windenergieanlage ausgehende Infraschall sogar schwächer als der des Windes.39

Mehrere Gerichtsurteile bestätigen inzwischen: Nach heutigem Stand der Wissenschaft rufen Windenergieanlagen beim Menschen keine schädlichen Infraschallwirkungen hervor.40 Ob ein Wohnhaus in 250 Metern Entfernung von der Meeresbrandung oder einem modernen Windrad steht, macht hinsichtlich des Infraschallpegels keinen Unterschied. Weit höhere Werte lassen sich beispielsweise im Innenraum eines mit 130 km/h fahrenden Mittelklasse Pkw messen, einer Alltagssituation, der viele Menschen immer wieder auch länger ausgesetzt sind. Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind auch nach derzeitigem internationalen Kenntnisstand daher nicht plausibel.41

Dennoch gibt es Menschen, die unter Beschwerden leiden. Auch wenn Forscher die vermeintliche Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Anlagen und Symptomen bislang nicht nachvollziehen können, so sind die Beschwerden doch real und müssen ernst genommen werden.42 Experten führen das so genannte „Windturbinensyndrom“ auf den Nocebo-Effekt zurück. Demnach erkranken Anwohner nicht an akustischen oder optischen Signalen der Windenergieanlage, sondern an der Befürchtung, dass diese gesundheitsschädlich sein könnten. Hier sind weitere Aufklärungsarbeit und Forschung dringend notwendig.

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