Behauptet wird:

Windstrom wird durch Abschalten der Anlagen oft „weggeworfen“, weil er gar nicht von den Netzen aufgenommen werden kann.

Richtig ist:

Derzeit müssen Windenergieanlagen im Norden und Osten Deutschlands tatsächlich noch immer regelmäßig abgeschaltet werden, wenn sie am effizientesten arbeiten. Die Gründe dafür sind der verschleppte
Netzausbau sowie ein Überangebot an dreckigem Braunkohlestrom, der die Netze verstopft.

Ein optimiertes und leistungsfähigeres Stromnetz und –system wird künftig mehr Strom aufnehmen können und Angebot und Nachfrage besser miteinander abstimmen.26 Insofern spielt das aktuelle Problem der Abregelung von Windenergieanlagen durch einen zügigen Netzausbau künftig eine weniger große Rolle. Langfristiges Ziel ist eine Transformation des Stromsystems hin zu mehr Flexibilität, um die Abnahme eines größtmöglichen Stromanteils aus Erneuerbaren Energien europaweit zu gewährleisten.

Nimmt man den Klimaschutz ernst, müssen zudem nach dem Atomausstieg auch konsequent alte, dreckige Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Diese verstopfen mit ihrem klimaschädlichen Strom derzeit die Netze und werden mit dem zunehmenden Ausbau der Windenergie im Zusammenspiel mit anderen Erneuerbaren sowie flexiblen und effizienten Gaskraftwerken nicht mehr benötigt.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Gründen, warum sich die Rotoren der Windenergieanlagen trotz gutem Windaufkommen teilweise nicht drehen. Häufig sind Wartungsarbeiten oder Reparaturen, z.B. an Getriebe oder Rotorblatt der Grund für eine temporäre Abschaltung. Ein weiterer Anlass für den Stillstand kann der Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu Brut- und Ausflugzeiten sein. Ähnliches gilt für den Anwohnerschutz. So werden Anlagen beispielsweise abgeschaltet, wenn sie bei tiefstehender Sonne länger als 30 Minuten am Tag Schatten auf anliegende Wohngebäude werfen.27

 

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